24. Juli 2014

Sauer macht lustig – Mini Zitronengugelhupf



Zitronenkuchen ist aus meiner Sicht der perfekte Ganzjahreskuchen. Im Sommer herrlich erfrischend und im Winter macht die leichte Säure einfach gute Laune und lässt somit jeden Winter-Blues verschwinden. Ich habe mir diesmal überlegt mit dem Rezept herrlich flaumige Minigugelhupf zu zaubern. Schnell zubereitet und noch schneller verzehrt – so gehört sich das.

Ich wünsche euch gutes Gelingen!

Zutaten für 12 Minigugelhupf:

4 Eier (M)
225 g Zucker
225 g Butter
225 g Mehl
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1 TL Zitronenschale von einer unbehandelten Zitrone
Saft von einer Zitrone

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Butter über dem Wasserbad schmelzen (Achtung: die Butter nicht im Topf zerlassen, sonst ist sie zu heiß und die Eier gerinnen. Falls ihr die Butter lieber im Topf schmelzt – auskühlen lassen bevor ihr sie zur Eiermasse gebt.). Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein reiben und anschließend die Zitrone auspressen.

Eier mit Zucker in einer Schüssel dickcremig aufschlagen (mind. 2 Minuten). Zerlassene Butter, Prise Salz und die Zitronenschale beigeben. Beim Zitronensaft gebe ich immer erst einen Teil hinzu und koste die Eiercreme. Denn je nach Zitrone bekommt man mal mehr und mal weniger Saft heraus. Zum Schluss noch Mehl und Backpulver einsieben sodass eine homogene Masse entsteht.

Die Minigugelhupf-Förmchen einfetten, den Teig auf die Förmchen aufteilen und für ca. 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ihr könnt auch hier die Stäbchenprobe machen. Sollte etwas Teig am Holzstäbchen kleben bleiben noch etwas länger im Ofen lassen bis das Holzstäbchen ohne Teigrückstände herausgezogen werden kann. Sofort aus der Form stürzen und auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

3. Juli 2014

Liebe auf Umwegen: Schoko Baiser



Ich muss zugeben, dass ich dieses ganze Zuckerzeug à la Windringerl oder neudeutsch Baiser nie wirklich gemocht habe. Zu Weihnachten wurde das immer in rauen Mengen gekauft, um damit den Weihnachtsbaum zu dekorieren. Hübsch haben sie ja ausgehen, aber wenn man der Versuchung dann nicht widerstehen konnte und so ein hübsches, unschuldiges rosagefärbtes Ringerl stibizt hat, dann war die Enttäuschung groß (also nachdem man die Zähne von der Zuckermasse wieder befreit hatte).

Das Verhältnis hat sich allerdings schlagartig geändert, als ich meine ersten selbstgebackenen Windringerl probiert habe. Die feste Konsistenz außen, die cremige innen und dann das langsame Schmelzen im Mund – HIMMLISCH – wir können also beruhigt feststellen,  ich habe mein Kindheitstrauma erfolgreich überwunden. Als ich dann beim Kleiner Kuriositätenladen ein Rezept für Schoko Baiser gefunden habe, konnte ich einfach nicht anders und musste diese Rezept ausprobieren.

Mein Fazit: Baiser pur ist toll, aber die Schokovariante setzt wirklich noch eines drauf und sobald ein einsames Eiweiß in meiner Küche mir den Weg kreuzt wird aus ihm ein wunderbar schmeckender Schokobaiser.

Zutaten:

120 g Eiweiß (4 Stück)
230 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
3 EL Kakao
115 g gehackte dunkle Schoko

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eiweiß über dem Wasserbad (Achtung:die Schüssel darf nicht zu heiß werden, sonst gerinnt das Ei. Am besten das Wasser aufkochen, dann von der Herdplatte nehmen und die Schüssel daraufstellen. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren – der Wasserdampf ist ausreichend) in einer Schüssel schaumig rühren und langsam den Zucker und das Salz einrieseln lassen bis der Eischnee so fest ist, dass die Eischneespitzen nicht mehr umknicken, wenn man den Mixer aus der Schüssel hebt.

Die Schüssel vom Wasserbad heben und das Vanillextrakt, den Kakao und die gehackte Schokolade vorsichtig unterrühren. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und auf einem Backbleck ca. 2 cm große Baisertupfer mit Abstand zum nächsten verteilen. Sollte die Schokolade sehr grob gehackt sein, besser mit einem Löffel die Masse am Backpapier auftragen, da sonst dauernd die Öffnung vom Spritzbeutel verstopft.

Nun das Backbleck ca. 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die Schokobaiser sind fertig, wenn Sie außen angetrocknet (auch mit Rissen) und innen noch feucht sind. Baiser aus dem Backofen holen noch kurz auf dem Backbleck lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Baisers (würden) in einer luftdichten Dose einige Tage halten.

30. Juni 2014

Lotti’s Favorite - Himbeer Topfen Torte



Heute möchte ich euch eines meiner absoluten Lieblingsrezepte präsentieren - eine riesengroße Empfehlung aus Lotti’s Bakery. Normalerweise halte ich es beim Backen wie beim Reisen – ich möchte die Welt sehen und erkunde mit jedem Urlaub ein neues Stückchen Erde. Somit wird bei mir ein Rezept kaum mehrmals gebacken, denn die Vielzahl an Rezepten, die noch darauf wartet von mir ausprobiert zu werden, ist einfach zu groß und meine Versuchung auch. Dieses Rezept ist allerdings die große Ausnahme und hat schon viele Freunde, Verwandte und Bekannte begeistert. Ich hoffe ihr seid genauso verliebt in diese wunderbare Topfentorte wie ich.


Die Zutaten für eine 26 Springform:

500 g Magertopfen
500 g Mascarpone
6 Eier (M)
200 g Zucker
4 EL Maizena
1 Prise Salz
200 g Himbeeren TK
1 EL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelte Zitrone!)
1 EL weiche Butter zum Einfetten
15 g Kokosraspel
Himbeeren zur Dekoration

 

Zubereitung: 

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Magertopfen, Mascarpone und Eier miteinander verrühren. Anschließend Zucker, Maizena, Salz sowie die Zitronenschale unterrühren. Ich mache das immer mit dem Schneebesen, da die Masse nur vermengt und nicht cremig geschlagen werden muss.

Springform am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand mit der Butter ausfetten und anschließend die Kokosraspeln darin schwenken, sodass sie sich am Rand festsetzen. 

Die Himbeeren in die Topfenmassen leicht einrühren (nicht zu stark, sonst färben die Himbeeren die Masse rosa) und anschließend in die vorbereitete Springform gießen und ca. 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Den Topfenkuchen in der Springform auskühlen lassen und kurz vor dem Verzehr mit frischen Himbeeren und Staubzucker dekorieren.



Quelle: Idee Tim Mälzer

22. Juni 2014

Pleiten Pech und Pannendienst - Erdbeer Biskuit Törtchen




Der nächste Geburtstag steht an – der meiner Oma. Meine Oma hat Diabetes und besteht auf eine Diabetikergeburtstagstorte. Anfangs habe ich immer eine für uns und eine für sie gebacken. Das hat dann so geendet, dass sie zuerst ein Stück von ihrer Torte gegessen hat und dann noch eines von der Torte für die restlichen Gäste. Naja das ist wohl typisch meine Omi – ihrer Meinung nach wäre es ja schade, wenn sie die zweite Torte nicht probiert. Letztes Jahr hab ich dann gewagt nur eine „normale“ Torte zu backen und Oma hat enttäuscht festgestellt, dass sie die ja nicht essen kann um dann ca. 10 Minuten später ein Stück genüsslich zu verzehren.  Man sieht ich habe mir in dieser Hinsicht schon ein paar Fauxpas geleistet. Deswegen habe ich beschlossen, dass dieses Jahr besser wird und ich eine Erdbeerroulade mit Diabetikerzucker für den Geburtstag meiner Oma backe.

Naja das war zumindest der Plan… Voller Begeisterung habe ich den fertiggebackenen Biskuit mit Schwung vom Backblech gezogen und dann ist dieser auch gleich Richtung Mutter Erde gesegelt. In meiner doch noch vorhandenen Reaktionsfähigkeit habe ich mir den Biskuit auf halber Strecke noch geangelt, diesen dabei aber natürlich zerbrochen. So die Roulade konnte ich mir somit in die Haare schmieren. Kurz durchatmen und nachdenken und dabei fest dran glauben, dass man jetzt NICHT weinen muss. Ich bedanke mich bei meinem Geistesblitz dafür, dass ich es wirklich nicht musste, sondern die rettende Idee gebar Mini Törtchen zu zaubern. Solltet ihr lieber eine Roulade machen, müsst ihr die Menge der Erdbeercreme verdoppeln.

Zutaten für 6 Mini Törtchen (8cm):


Biskuit:

5 Eier (M)
100 g Zucker (20 TL Kandisin Streusüße)
75 g Mehl
30 g Maizena
1 Msp. Backpulver
1 Prise Salz

Erdbeercreme:

160 Erdbeeren
200 ml Schlagobers
25 g Zucker (5 TL Kandisin Streusüße)
1 Pkg. Sahnesteif
6 TL Erdbeermarmelade
Erdbeeren zum Verzieren

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz und 75 g (bzw. 15 TL Streusüße) zu festem Schnee schlagen. Eigelb mit dem restlichen Zucker cremig aufschlagen. Mehl, Maizena und Backpulver vermischen und dann anschließend abwechselnd mit der Eigelbcreme in den Eischnee vorsichtig einarbeiten. Für ca. 8-10 Minuten backen. Achtung bei der Roulade sollte der Biskuit nicht zu dunkel werden, damit er sich noch gut einrollen lässt.

Für die Erdbeercreme 60 g Erdbeeren fein pürieren, die restlichen Erdbeeren fein schneiden. Schlagobers mit Zucker aufschlagen und kurz bevor das Schlagobers fertig ist die pürierten Erdbeeren und die Packung Sahnesteif hinzugeben.

Aus dem ausgekühlten Biskuit mit dem Tortenring (Durchmesser 8cm) 6 Böden ausstechen. Jeden Tortenring mit einer Tortenfolie* auslegen und den Biskuitboden einlegen. Auf jeden Boden einen TL Erdbeermarmelade geben und anschließend die Creme auf die 6 Törtchen aufteilen und glatt streichen. Als Deko noch ein paar Erdbeeren schneiden und auflegen. Ihr könnt auch eine Erdbeere mit Grün halbieren und auflegen.

*Tortenfolie habe ich im Fachhandel gekauft. Man kann aber auch eine Overheadfolie nehmen und zuschneiden. Der Vorteil ist, dass man den Ring dann ganz leicht abnehmen kann und die Creme drauf nicht klebt. Wenn ihr keine Folie habt, könne ihr auch die Creme direkt in den Ring einfüllen, dann einfach mit dem Messer beim Lösen im Kreis fahren, damit die Creme sich schön löst.

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